Geschichte der Mühle

Kleine Chronik / Die Geschichte der Mühle

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1506
Erste urkunkundliche Erwähnung. Der Traunsteiner Bernhard Kraiblinger kauft die “erzbischöfliche Stiftsmühle zu Vogling” vom Müller Stefan Scheibel. Ein Zinsstreit mit dem Salzburger Domkapitel beutelt die Mühle 18 Jahre lang und führt zu mehrfachem Besitzerwechsel.
1671
30 Jahre Kriegswirren und Brände haben fast alle Aufzeichnungen vernichtet. Bekannt ist lediglich ein Dokument, das Anton Jochner als Besitzer der “Sankt Johannser Mühle” aufweist.
1782
Über einhundert Jahre saß die Familie der “Müller(in)” Salome Berger auf der Mühle.
1853
Das Erbrecht an der Mühle geht von den Salzburger Domherren auf das Kgl. Rentenamt Traunstein über. Bedeutsam ist der Bau der Soleleitung, deren Reste Sie in der Umgebung der Mühle noch finden können. Die Hauptsalzamtskasse verwaltete daher diesen Abschnitt der Traun. Bis 1895 wird Leinöl zur Beleuchtung hergestellt.
1895
Einbau des ersten elektrischen Generators, Modell 1885. Dieser steht als “frühe technische Großtat” im Deutschen Museum in München.
1897
Anton Knerr erwirbt die Mühle und verleiht ihr Ihren heutigen Grundriss. Bald darauf wird die Heutau mit Elektrizität aus der Mühle versorgt. Die Familie Knerr hat mehrere Pächter. Die Mühle und die junge Stromversorgung leiden sehr unter den damaligen Sommerdürren, die den Mühlenbetrieb teilweise unmöglich machen.
1926
Trotz der unregelmäßiger Wasserführung der Traun, baut Lorenz Knerr eine neue Turbinenanlage. Diese läuft bis heute.
1940
Zusätzlich zur weltweiten Kathastrophe kommt ein Hochwasser der Traun und zerstört das Mühlenwehr vollständig. Das fast fertig wiederaufgebaute Wehr wird sogleich wieder weggespült. Ein schwerer Rückschlag für das junge Handwerkerehepaar. Das schließlich noch 1940 erstellte Wehr hält bis zum Heutigen Tage.
1950
Ein Deutz Einzylinder-Dieselmotor mit 17 PS wird in Betrieb genommen, um dem leidigen Wasser-Mangel zu begegnen.
1963
Der Preisverfall bei Mehl und Mehlprodukten zwingt zur Rationalisierung. Die Mühle wird mit großem Aufwand zur “Durchlauf-Mühle” mit pneumatischer Überhebung umgebaut. Die Belegschaft wird drastisch reduziert.
1984
Verbesserungen an der Förder- und Sichtanlage sowie der Mahlleistung werden vorgenommen. Zwei große Plansichter werden mit einem Kran durch das Dach in die Mühle gehoben. Durch den Einsatz zusätzlicher elektrischer Antriebe ist die Mühle heute unabhängig von Wasserschwankungen der Roten Traun.
1991
Zusätzlich zur 1926 eingebauten Voith-Turbine wird eine modernere Franzis-Turbine in Dienst gestellt.
2002
Ein Hochwasser im August setzt die Mühle bis zu einem Meter unter Wasser und richtet am Wehr und Mühle teilweise größere Schäden an.
Heute
Mittlerweile ist die Mühle St. Johann im Vergleich zu Industriemühlen nur noch eine Kleinstmühle, aber wir geben uns nicht geschlagen! Stellen Mehl und Schrot her, mit Getreide von bayrischen Bauern,

mit der Wasserkraft der Roten Traun
und ohne Chemie und Gentechnik.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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